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Geschichte ab 1890 ... |
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Mit der Abschaffung der Sklaverei im 19. Jahrhundert wurden die Sklaven aus den Händen ihrer Herren entlassen; sie
wurden jedoch zu Sklaven des Systems, und ihre Situation verschlimmerte sich zusehends: Die Mehrheit fand sich auf der
Strasse wieder, ohne Arbeit, Unterkunft und Essen. Um zu überleben, mussten sie stehlen; dabei leistete ihnen Capoeira
gute Dienste. Dies schadete jedoch der Capoeira, denn die Capoeiristas wurden alle mit Dieben und Banditen gleichgesetzt.
1890 - kurz nach der Ausrufung der Republik - wurde Capoeira von Gesetzes wegen verboten und erst 1937 wieder zugelassen.
Die ersten drei Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts waren durch anhaltende Kämpfe und Auseinandersetzungen zwischen der
Polizei und den Capoeiristas gekennzeichnet. Bei Festen und Aufführungen stahlen und plünderten sie, suchten Streit und
provozierten Auseinandersetzungen. Zu ihren Waffen zählten Buschmesser und Rasierklingen.
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Einen wichtigen Beitrag zur rechtlichen Anerkennung von Capoeira leistete Mestre Bimba
(Manoel dos Reis Machado) durch die Schaffung von Capoeira Regional. Bimba entwickelte eine Unterrichtsmethode, die
Capoeira einen sportlichen Charakter verlieh.
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Capoeira wurde in der Folge auch von Intellektuellen und Leuten aus der Oberschicht praktiziert.
1972 wurde Capoeira offiziell als Sportart anerkannt und hat sich seither ständig weiterverbreitet. Heute wird Capoeira
an Universitäten, Schulen und Akademien in Brasilien und im Ausland unterrichtet.
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