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Maculélé - der Tanz mit den Holzstäben ... |
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Maculelê war in Santo Amaro da Purificação, Bahia, ein ganz gewöhnlicher Tanz, der anlässlich der
Gedenkfeiern zu Ehren der Nossa Senhora da Purificação (2. Februar), der Schutzpatronin dieser Stadt,
getanzt wurde.
Über den Ursprung von Maculelê wird viel diskutiert. Gewisse Wissenschaftler gehen davon aus, dass die
afrikanischen Sklaven ihn aus Afrika mitgebracht haben und dass er sich in Brasilien mit der indigenen
Kultur vermischt hat. Um sich vor den Peitschenhieben der Aufseher zu schützen, verteidigten sich die
Schwarzen mit Holzstäben und Buschmessern. Dabei bewegten sie ihrer Körper hin und her, ähnlich wie bei
einem Tanz.
In Studien von Manoel Querino (1851-1923) gibt es Hinweise, dass Maculê von Cucumbi abstammt, einem Tanz
der Schwarzen, bei dem sich der Tänzer mit walzenförmigen Holzstücken zu Liedern bewegte.
Es gibt noch eine andere Version, die davon ausgeht, dass Maculelê eine populäre afrikanische Ausdrucksform
ist, die in den Zuckerrohrplantagen von Santo Amaro im 18. Jahrhundert entstanden ist. Wie bei der Capoeira,
die ein als Tanz verkleideter Kampf war, verwendeten die Schwarzen beim Maculelê anstelle von Waffen und
Messern, Zuckerrohrstöcke.
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Im Laufe der Zeit wurde Maculelê vergessen. Die Leute, die diesen Tanz noch kannten, starben und niemand
mehr erinnerte sich an den Festen von Santo Amaro daran. Erst 1943 versammelte Paulinio Aluisio de Andrade,
bekannt als "Popó do Maculelê", Familienangehörige und Freunde, um ihnen Maculelê beizubringen. Er gründete
ebenfalls eine sehr erfolgreiche Gruppe unter dem Namen "Conjunto de Maculelé de Santo Amaro".
In den sechziger Jahren lernten viele Schüler von Mestre Bimba Maculelê tanzen und trugen dazu bei, diesen Tanz
in ganz Brasilien zu verbreiten.
Heute ist Maculelê ein Bestandteil von Capoeira. Bei fast allen Batizados (Zeremonie der Gürtelübergabe) gibt es
auch eine Maculelê-Vorführung. Frauen und Männer mit bemalten Körpern und Baströcken schlagen zum Rhythmus von
Trommeln und Volksliedern ihre Holzstäbe. Sie bewegen sich dabei in einem Kreis. Dieser Tanz ist sehr ansteckend
und ergreifend. Bei gewissen Vorstellungen werden anstelle der Holzstäbe Messer verwendet und manchmal speien die
Tänzer auch Feuer.
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