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Mestre
Bimba ... |
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Manoel dos Reis Machado wurde 1899 im "bairro do engenho velho" in Salvador
– Bahia geboren. Seine Eltern waren Luiz Candido Machado, ein berühmter Samba-Trommler, und Maria Martina do Bomfin.
Mit weniger als 12 Jahren begann Bimba mit einem Afrikaner namens Bentinho – Kapitän in der Reederei von Bahia – Capoeira
Angola zu lernen. Bimba trainierte vier Jahre lang. Anschliessend unterrichtete er während zehn Jahren Capoeira im Hafenamt
des Hafens von Bahia. Anfangs der zwanziger Jahre unterrichtete Bimba in geschlossenen Räumen im "engenho velho brotas".
Mit jedem Tag stieg die Zahl der Schüler. Auch Akademiker, Leute aus höheren Gesellschaftsschichten und immer mehr Fremde
suchten seine Schule auf.
Die Capoeira Regional wird seit Bimba immer in geschlossenen Räumen und mit einer Methode unterrichtet, die körperliche
Übungen und Übungssequenzen beinhaltet. Somit gewann die Capoeira allgemein einen sportlichen Charakter. 1932 eröffnete
Mestre Bimba seine erste offizielle Schule (Academia) "escola de Capoeira regional" im "Engenho de Brotos", Salvador –
Bahia. 1937 wurde er von der Regierung Bahias, genauer von General Juracy Magalhoes, eingeladen, um mit seinen Schülern im
Regierungspalast eine Capoeira-Vorstellung zu geben. Gleich darauf hat Bimba die offizielle Bewilligung für seine Schule
erhalten.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig festzuhalten, dass Mestre Bimba eine offizielle amtliche Anerkennung bekommen hat,
nachdem er der Capoeira einen sportlichen Charakter gegeben hatte. Bis dahin wurden Capoeiristas als Rumtreiber und
Delinquenten bezeichnet – gemäss den Schilderungen von Strassenkämpfen und Auseinandersetzungen.
Nachdem Bimba die Capoeira von der Strasse genommen hatte, eine Methode und Disziplin eingeführt hatte, wurde sie als
Nationalsport anerkannt. 1939 unterrichtete Bimba 3 Jahre lang im Militär Salvadors Capoeira. 1942 gründete er seine zweite
Akademie im "Terreiro de Jesus". 1949 ging Bimba mit einigen seiner Schüler nach São Paulo (Gymnasio Pocambu), um gegen
Kämpfer des freien Kampfes anzutreten. Die meisten seiner Schüler gewannen die Kämpfe, die Gegner gingen k.o.. Mit der
Absicht, die Capoeira Regional zu verbreiten, begann Mestre Bimba mit seinen Schülern unzählige Vorstellungen in ganz
Brasilien zu geben – 1953 sogar für den damaligen Präsidenten Getulio Vargas.
1973 verabschiedete sich Bimba von Bahia und zog nach Goiania. Im Februar 1974 starb er im Spital, nachdem er einen
Hirnschlag erlitten hatte. Die Capoeira-Akademien in Bahia blieben zu Ehren des Mestre während sieben Tagen geschlossen.
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Mestre
Pastinha ... |
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Vicente Ferreira Pastinha wurde am 5. April 1889 als Sohn des Spaniers José Senhor Pastinha und der Brasilianerin Maria
Eugenia Negro de Santo Amaro da Purificação geboren. Mit zehn Jahren kämpfte Pastinha des öfteren mit einem Jungen, gegen
den er immer verlor. Ein Afrikaner, Mestre Benedito, der von seinem Fenster aus die Niederlagen des jungen Pastinhas
beobachtet hatte, anerbot sich, ihm Capoeira zu unterrichten. Mit 12 Jahren trat Pastinha in die Marine ein, wo er die Kunst
der Capoeira seinen Kollegen beibrachte. Mit 20 Jahren eröffnete er seine erste Akademie, die bis 1922
bestand.
Pastinha
war zusätzlich Maler von Beruf und arbeitete als Zeitungsverträger sowie als Schuhputzer. 1941 gründete er das "Centro
esportivo" (Sportzentrum), wo später u.a. Persönlichkeiten wie Mestre Gato, João Grande, João Pequeno, Caribé und Jorge
Amado trainierten. 1964 veröffentlichte Pastinha das Buch "Capoeira Angola" und später ein weiteres mit Rhythmen und
Liedern. 1966 ging Pastinha nach Afrika, um als Repräsentant Brasiliens im Welt-Festival der schwarzen Kunst in Dakar,
Senegal, aufzutreten. Auch wenn er der wichtigste Vertreter der Capoeira Angola war und bis heute eine wichtige
Persönlichkeit in der Volkskultur Bahias darstellt, wurde Pastinha am Ende seines Lebens vergessen. Mit 84 Jahren verliess
er seine Akademie, um in einem kleinen, feuchten Zimmer im Pelourinho, Salvador, zu wohnen, wo er einen Hirnschlag
erlitt. Nach einem Jahr in einem öffentlichen Spital wurde er 1979 ins Abrigo D. Pedro II verlegt. 1981 starb er 92-jährig,
blind, vergessen und im Elend.
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