 |
Capoeira
Regional... |
 |
| |
 |
 |
Die Capoeira Regional ist mit dem Ziel entstanden, die kämpferische Seite der Capoeira zu entwickeln. Aus diesem Grund
führte Mestre Bimba traumatisierende und destabilisierende Schläge ein, die vom Kämpfer schnelle
Bewegungen und eine grosse Beweglichkeit erfordern.
In der Capoeira Regional ist die Ginga (der Grundschritt, der den Tanz darstellt) tendenziell erhöhter als in der Capoeira
Angola. Der Rhythmus ist schneller und die Angriffe und Gegenangriffe erfolgen in höherer Frequenz. Die Capoeira Regional
erfordert Konzentration, Reflexe und eine ausgefeilte Technik. Viele Capoeiristas (Capoeira Spieler) spielen Capoeira
Regional mit akrobatischen Sprüngen zur Musik von Berimbal, Pandeiro (Tambourin) und Atabaque (Konga). In der Capoeira
Regional von Mestre Bimba gab es jedoch kein Atabaque und auch keine Sprünge.
Die Rhythmen der Capoeira Regional heissen: São Bento Grande da Regional, Cavalaria, Juna, Santa Maria, Benguela, Idalina
und Amazonas.
|
| |
|
|
|
 |
Capoeira
Angola... |
 |
| |
 |
 |
Capoeira Angola entstand in Brasilien unter den schwarzen Bantusklaven aus der Region von Angola. Es handelte sich um einen
Kampf, in einem Tanz versteckt. Ein Kampf um Freiheit, Leben und Gerechtigkeit. Capoeira Angola ist die Waffe der Schwachen.
Statt körperlicher Kraft sind Intelligenz und Schlauheit gefordert.
Früher gab es in der Lehre der Capoeira Angola keine eigentliche Methode – sie war intuitiv und spontan. Die Capoeiristas
(Capoeira Spieler) gingen mit den Alltagskleidern in die Roda. Sonntags gab es aber Capoeiristas, die im weissen Anzug und
mit einem Tuch um den Hals spielten, das zum Schutz gegen Rasierklingen diente. Ein guter Capoeirista spielte, ohne seine
Kleider zu verschmutzen.
In der Capoeira Angola werden die Rituale, die Grundlagen und die Tradition gepflegt. Es ist das Berimbal, das jede Art und
Tempo des Spieles diktiert. Der Capoeirista, der das Berimbal Gunga spielt, trägt grosse Verantwortung für das Spiel. In der
Capoeira Angola sind bodennahe, schleppende Bewegungen vorherrschend, der Rhythmus ist langsam, die Ginga verschlagen und
die Angriffe unerwartet. Die Spieler tun alles, um den Gegner zu täuschen. Das Wichtigste ist nicht der Schlag, sondern die
Absicht, die dahintersteckt. Die Roda beginnt mit der Ladainha, die an eine Geschichte aus der Vergangenheit oder an einen
alten Meister erinnert. Anschliessend kommen die Corridos – kurze, kleine, sich immer wiederholende Sätze. In der Capoeria
Angola gibt es zudem den sogenannten "passo a dois", auch "chamada" genannt. Diese Bewegung dient dazu, den Gegner zu
testen, ihn anzugreifen oder sich einfach auszuruhen.
Heute gilt Mestre Pastinha als einer der grossen Mestres der Capoeira Angola.
|
| |
|
|
|